Dienstag, 11. Dezember 2018

10.-13.12.2018 Pambula Beach



Nach dem Frühstück verliessen wir am 10.12. Lakes Entrance. Das Wetter machte mit 18 Grad und leichtem Nieselregen immer noch nicht ganz mit. Bevor wir den Ort ganz verliessen stiegen wir am Strand aus, um Pelikane zu suchen und wurden auch fündig. Über den Princess Highway fuhren wir via Orbost bis Cann River, wo wir Benzin auffüllten und die Trinkpause im Tankstellencafé verbrachten. Bei einem Verkaufsstand an der Strasse deckten wir uns mit frischen Kirschen ein. In Genoa zweigten wir auf eine kurvige Waldstrasse ab und erreichten nach ca. 30 Minuten Mallacoota. Unser Plan war dort eine Übernachtungsmöglichkeit und ein Restaurant für den Abend zu suchen. Die Caravan Parks, welche in Dorf- oder Strandnähe Cabins anboten, sagten uns nicht zu. Diese sahen alle ziemlich alt und ungepflegt aus. An direkter Strandlage gab es wohl Campingplätze, allerdings keine Cabins. Ich könnte mir durchaus vorstellen in einem Wohnwagen oder Camper auf jenen Campingplätzen an direkter Meerlage länger zu bleiben. Nach kurzer Lagebesprechung entschlossen wir uns nach Pambula Beach zu fahren. Heinz hatte inzwischen auch im alten Reisetagebuch gelesen und uns versichert, dass ihr letzter Aufenthalt in Pambula Beach sehr gut gewesen sei. Bei der Dorfausfahrt in Mallacoota entdeckten wir am Waldrand eine Kängurufamilie. Diese veranlasste uns nochmals anzuhalten und sie aus der Nähe zu betrachten. Unter den 10 Kängurus waren zum Teil sehr grosse Männchen zu sehen, welchen ich ungern zu Nahe treten würde. Angekommen im Discovery Park Pambula Beach erkundigten wir uns nach einem Cabin mit Balkon für 2-3 Übernachtungen. Die nette Dame an der Rezeption wies uns ein grosses, ganz neues Cabin mit Balkon im hinteren Teil des Platzes zu. Sie machte uns ein Angebot, dass wir für 3 Nächte 462 AUD (rund SFr. 350) bezahlen müssten und 4 Nächte bleiben könnten. Lange mussten wir nicht überlegen und nahmen das Angebot an. Der Discovery Park ist direkt am Meer, mit langem Sandstrand, gelegen. Das Wetter spielte heute mit 31 Grad und blauem Himmel auch mit und er Weg zu unserem nächsten Ziel wird in rund 4 Stunden Fahrzeit zu machen sein. Der Park bietet weiter einen grossen Pool und diverse BBQ Plätze an. Für Familien mit Kindern gibt es ein grosses Angebot an Spielplätzen und Kids Clubs. WIFI ist im vorderen Bereich des Platzes vorhanden, nur reicht es nicht bis in unser Cabin, was zu verschmerzen ist. Die Dame an der Reception berichtete uns, dass auf dem Platz Kängurus zu sehen seien. In diesem Ausmass hatten wir es denn doch nicht erwartet. Unsere Aussicht ab dem Balkon war einfach sensationell. Direkt auf der Wiese vor unserem Balkon hielten sich den ganzen Nachmittag bis zum Eindunkeln viele Kängurus (grosse Männchen, Mütter, Junge - im und ausserhalb des Beutels) auf. Beim Vorbeigehen reckten sie höchstens die Köpfe, sprangen aber nicht davon. Hin und wieder hüpfte eines direkt an uns vorbei. Man könnte stundenlang zusehen! Am Strand war es recht Windig und die Wellen etwas zu hoch um zu schwimmen. Einige Schritte wagte ich mich trotzdem ins Wasser um mir eine Abkühlung zu gönnen. Zum Znacht kochte Heinz Spaghetti mit gebratenen Cervelaträdli, welche wir vom Schweizer Metzger noch im Sortiment hatten. Dazu servierte er grünen Salat. Wieder einmal ein richtiges «Schweizer-Menue».

Beim Kirschenstand deckten wir uns mit frischen Kirschen ein.
Mittagspause zwischen Mallacoota und Pambola Beach
Unser Cabin in Pambola Beach.
Der Strand direkt vor dem Caravan Park
Wir fühlen uns wie im Zoo!
Die jungen Kängurus welche aus dem Beutel schauen sind einfach niedlich.

Heute 11.12. erwachte ich früh und schaute kurz nach 06.00 Uhr am Strand, ob ich den Sonnenaufgang sehe. Leider gab es zu viele Wolken und keinen Sonnenaufgang. Dafür begegneten mir wieder etliche Kängurus. Einige kleine Hasen grasten auf der Wiese in Strandnähe. Nach dem Frühstück zottelten Claire und ich dem Marimbula Beach entlang nach Merimbula. Die rund 5 Kilometer waren eine Wohltat für unsere Füsse. Wir waren praktisch allein unterwegs und konnten die Schönheiten des Strandes und der Wellen geniessen. Mit Heinz verabredeten wir uns in Merimbula bei der Tankstelle. Er war einiges vor uns dort und legte sich deshalb am Strand auf dem Badetuch nieder. Somit hatte er Zeit für ein Nickerchen bis wir ankamen. Merimbula hat mit vielen Läden und Cafés beinahe Stadtcharakter. Nach unserer Einkehr am Ufer des Merimbula Lakes opferte sich Heinz für den Einkauf im Woolworth. Claire und ich besuchten die Läden und die Bäckerei an der Strasse. Wie vereinbart trafen wir und beim Mac Donald zu Pommes Frites und Eis. Bis anhin hatten wir selten Zeit zum Relaxen und lesen und genossen dies besonders bei angenehmen Temperaturen auf dem Balkon.





unser "Taxi" wartet in Marimbula Beach...



Heute 12.12. begann der Morgen schon recht warm. Vor dem Frühstück richteten wir die Box mit unserem Picknick für den Zmittag und machten uns zeitig auf den Weg zum nördlichen Teil des Ben Boyd National Parks. Vom Parkplatz Quaraburagun spazierten wir zuerst via Beach Lookout zur Pinnacles Beach. Nach einem Treppenabstieg mit 63 Stufen erreichten wir den menschenleeren Strand. Auf beide Seiten könnte man kilometerweise spazieren. Wir begaben uns wieder zurück zum Parkplatz um in die andere Richtung die Pinnacles anzusehen. Beim Auto freute sich Heinz auf einen Orangensaft. Oh je, das kann ja auch nur uns passieren…. Die Verpflegungskiste hatten wir zu Hause vergessen und somit keinen Orangensaft und auch nichts fürs spätere Picknick. Damit mussten wir uns wohl oder übel abfinden. Durch den Wald erreichten wir den Aussichtspunkt bei den Pinnacles. Die Sicht auf die Weiss-roten Felsen war sensationell schön. Der Blick auf die Kombination Meer – Sand – Wald und Gestein liess uns staunen.


Der Ben-Boyd-Nationalpark ist ein Nationalpark im äußersten Südosten des australischen Bundesstaates New South Wales, 382 km südlich von Sydney. Er wurde nach Benjamin Boyd (1801–1851), einem australischen Unternehmer, benannt. Dieser betrieb eine Reihe von Geschäften ganz im Süden der Küste von New South Wales, z. B. Landwirtschaft und Walfang. Der Nationalpark wurde 1971 eingerichtet. Anfangs umfasste er eine Fläche von 8900 Hektar; später wurde er auf 9455 ha erweitert und heute sind es 10400 ha.


Der Park besteht aus zwei Teilen auf beiden Seiten der Twofold Bay und der Stadt Eden. Der kleinere, nördliche Teil wird im Westen durch den Princes Highway begrenzt. Geologisch besteht dieser Teil vornehmlich aus Sedimentgestein (Eisenerz und Lehm), das sich im Paläogen abgelagert hat. Eingelagert ist Quarzit. Die wichtigste Sehenswürdigkeit für Touristen sind The Pinnacles, eine vielfarbige Erosionsschlucht mit weißen Sandschichten, die sich auf dem rostroten Lehm abgelagert haben. Der südliche Teil der Küstenlinie ist metamorphos und entstand im Devon. Man findet dort einige stark gefaltete Sektionen am Red Point in der Nähe des Boyd Tower.

Ca. 4 Kilometer weiter bogen wir zur North Long Beach ab, um auch da einen Blick auf das Meer zu erhaschen. Durch eine lange unbefestigte Strasse erreichten wir schliesslich den Parkplatz beim Haycoock Point. Vor uns sahen wir wieder einen langen Strand. Der Sand hier war überdeckt mit tausenden von kleinen Muscheln. Von diesem Punkt könnte man in ca. 45 Minuten durch die Büsche bis zur Barmouth Back Beach wandern. Wir ärgerten uns nochmals über die vergessene Picknickkiste, da der Platz wirklich sehr schön gelegen war und Claire und ich die Wanderung hätten unternehmen können. Auf der Rückfahrt durch den Wald hätte ich beinahe eine schwarze Schlange überfahren. Zum Fotografieren reichte es dann doch nicht mehr, da diese zu schnell im Gebüsch verschwand. Etwas weiter vorne huschte dann noch eine kleine Schlange mit gleicher Farbe davon. Ändern konnten wir das mit der vergessenen Picknickkiste immer noch nicht und verpflegten uns schliesslich zu Hause auf der Terrasse. Den gemeinsamen Nachmittagsspaziergang unternahmen wir entlang unseres vorgelagerten Strandes, dieses Mal auf die rechte Seite. Bei Ebbe war der Sand gegen das Wasser schön hart, um ohne Mühe darauf zu Laufen. Beim Fotoshooting erweiterten wir unsere Kenntnisse im «Selfie-erstellen». Wir sind mittlerweile schon ganz geübt! Um 18.00 Uhr wurden wir an der Rezeption abgeholt, um im «The Glasshouse Restaurant» beim Golfclub essen zu gehen. Wir hatten uns für diese Variante fahren entschieden, damit wir uns alle zum Essen ein Glas Wein gönnen konnten und nicht im Dunkeln den Kängurus auf der Strasse ausgesetzt waren. Beim Restauranteingang hatten wir das Gefühl in einem eher gestopfteren Haus gelandet zu sein. So war es denn auch wieder nicht, das Essen mussten wir an der Theke bestellen und gleich bezahlen und die Getränke an der Bar selbst mitnehmen. Das Fleisch war o.k. aber bei weitem kein Vergleich mit jenem in Robe oder im le Bouchon. Das gute am Event: der Chauffeur brachte uns wieder zurück zum Caravan Park.




Sensationeller Ausblick zu den Pinnacles!

Unsere Schlangenbegegnung auf der Rückfahrt

Den heutigen 13.12. nahmen wir gemütlich in Angriff, da es am Morgen leicht regnete. Ein letztes Mal hatten wir «Waschtag» damit unsere Kleider bis zum Schluss reichen. Den Nachmittagsrundgang unternahmen wir in Panboola (das ist der Aboriginal Name für dieses Gebiet). Panboola ist ein vielfältiges Naturgebiet entlang des Pambula River. In diesem Gebiet wurde von 1888 – 1997 eine Pferderennbahn betrieben – «The old Pambula Racecourse». Das erste Stück spazierten wir auf einem Teerweg, danach einen Teil auf der alten Rennbahn und zum Schluss über Wiesen- und Waldwege zurück zum Parkplatz, wo uns Heinz im Auto erwartete. Wir hätten noch Zeit für einen Spaziergang am Strand gehabt. Mittlerweile ging aber ein recht kühler Wind und der Sand war, um Barfuss zu Laufen, ziemlich ausgekühlt. Also verbrachten wir die restliche Zeit mit Lesen, bis uns zum Znacht Spaghetti und Salat serviert wurden. Inzwischen herrschte auf dem Caravan Platz emsiges Treiben. Viele der zuvor leeren Cabins wurden bezogen und der eine oder andere Wohnwagen installiert. Eventuell sind dies Feriengäste für verlängerte Wochenenden oder die Ferien bahnen sich bereit an.










09.12.2018 Lakes Entrances


Heinz hatte wieder Reisefieber und war am 09.12. auch schon mit den «Hühnern» auf. Nach einem reichhaltigen Frühstück verabschiedeten wir uns von Fred und Clara und sassen bereits um 08.10 Uhr reisefertig im Auto. Der Weg führte uns zuerst in Richtung Dandenong auf den Princess Freeway über Warragul, Morwell, Traralgon nach Sale. Danach vermehrt über Land via Bairnsdale bis nach Metung. Da unser Auto mittlerweile mehr als paniert war, besuchten wir eine Autowaschanlage. Wir waren etwas erschrocken, als so viel farbige Chemie aus dem Schlauch kam, dafür sahen wir danach wieder aus den Fenstern. Wir durchfuhren Metung und hielten Aussicht nach einem Caravanpark und Restaurants. Uns sagte Metung zum Übernachten nicht besonders zu und wir fuhren weiter nach Lakes Entrances, wo wir im Big4 Whiters Holiday Village eine Unterkunft bezogen. Ein grosser Wohnbereich, 2 Schlafzimmer und 1 Bad erwarteten uns. Im Bad fanden wir zu unserer Überraschung eine Waschmaschine und Tumbler und in der Küche eine Geschirrwaschmaschine. Die Unterkunft erwies sich als sauber, roch aber irgendwie komisch im Wohnzimmer. Wir vermuteten irgendein Putzmittel als Übeltäter, die genaue Ursache dafür blieb für uns ein Rätsel. Nachdem wir zum Einkaufen waren, ging ich zu Fuss weiter. Lakes Entrance hat eine wunderschöne Promenade mit einer vorgelagerten länglichen Insel mit einem riesigem Sandstrand, wo lange Spaziergänge möglich wären. Das Wetter war heute wieder einmal nicht auf unserer Seite und so schaute ich mir die Gegend mit beginnendem Regen an. Lakes Entrance wäre bei warmen Temperaturen und schönem Wetter eine Gegend zum länger bleiben. Bei der «Footbridge to Ocean» konnte ich es nicht lassen den australischen «Surf-Saftys» bei ihren Übungen zuzusehen. Das Gewitter auf dem Rückweg duschte mich dann noch ganz. Unser Nachtessen bestand aus Fleischkäse und Kartoffelsalat, welche wir von Clara als Reiseproviant mitbekommen hatten.












Dienstag, 4. Dezember 2018

03.-08.12.2018 - Melbourne - Mt. Martha


Bei leichtem Nieselregen fuhren wir am 03.12.kurz vor 08.00 Uhr aus dem Caravan Park in Halls Gap. Dieses Mal in die andere Richtung des Dorfes und wesentlich kurvenärmer als beim Hinkommen. Unterwegs begegneten uns neue Farben von Strohballen – türkisfarbene. Wir hatten schon blaue, lila, pinke, weisse, gelbe und grüne gesehen. Eine richtige Farbenvielfalt auf den Farmen. In Ararat schalteten wir einen Fotohalt beim Towncenter ein. Ein schönes weisses Gebäude mit einem gepflegten Garten davor. Auf dem Western Highway in Richtung Ballarat fuhren wir auf einem langen Stück neuem Freeway, welcher das «Vreneli» noch nicht in ihrem Sortiment hatte. Via Baufort erreichten wir um 09.50 Uhr Ballarat – Sovereign Hill.

 «Sovereign Hill ist ein Open-Air-Museum in Golden Point, einem Vorort von Ballarat, Victoria, Australien. Sovereign Hill zeigt Ballarat die ersten zehn Jahre nach der Entdeckung von Gold dort im Jahre 1851. Es wurde offiziell am 29. November 1970 eröffnet und hat sich zu einer national anerkannten Touristenattraktion entwickelt.»

Wir verweilten rund 3 Stunden in der Goldgräberstadt, besichtigten die sehr gut nachgemachten Hüttli und Arbeitsinstrumente sowie die Goldgräberhauptstrasse. Die Möglichkeit zum Goldwaschen im Dorfbach liessen wir aus, während sich danach ganze Schulklassen um die Spaten und Schüsseln tummelten. Heinz und ich begaben uns auf eine Kutschentour durch die Strassen der Goldstadt, Claire bevorzugte es am Strassenrand auf uns zu warten. In einem alteingerichteten Café gabs eine Trinkpause und in der gegenüberliegenden Bakery etwas zu Essen. Unsere Pies waren derart heiss, dass wir uns beinahe die Lippen verbrannten. Zum Schluss besuchten wir noch das Goldmuseum und bestaunten die Nuggets hinter den Panzerscheiben. Wie überall Usus beendeten wir den Rundgang durch den «Gift-Shop». Auf direktem Weg, über zum Teil 5 spurige Strassen durch Melbourne erreichten wir Mt. Martha wo wir von Fred und Clara Binder herzlichst empfangen wurden. Unsere Zimmer mit Sicht aufs Meer durften wir gleich beziehen und fühlten uns sofort wohl in der neuen Bleibe. Clara verwöhnte uns mit Gerstensuppe, Knöpfli, Fleisch und Salat – einem richtigen Schweizer Nachtessen. Die interessanten Geschichten von Fred hatten bis spät Unterhaltungscharakter. Ich durfte eine Wellnesssequenz im Whirlpool einschalten, was ich mehr als genoss.


Towncenter in Ararat

 "Goldgräberstadt"


Ob das Mahlen wohl klappt?

Die etwas makabere Ecke....
Feuerwehr einmal anders.
Restaurant wie in alten Zeiten
Im Goldmuseum
in Mt. Martha

Den Ruhetag am 04.12. begannen wir mit einem ausgedehnten Frühstück und selbstgebackenem Brot. Die Sonne zeigte sich wieder, die Wolken auf dem Rückzug und die Temperaturen leicht besser. Der selbstgemachte Smoothie von Fred brachte unseren Vitaminspeicher auf Hochtouren. Den Morgen verbrachten wir mit guten Gesprächen, lesen und Blogschreiben. Claras Gerstensuppe war bei den immer noch kühlen Temperaturen genau das richtige Mittagessen. Wir 3 Frauen begaben uns nach dem Essen zum «Balombe Estuary Reserves Nature Trail» in Mt. Martha für einen ausgedehnten Spaziergang im Landschaftsschutzgebiet. Ein wunderschöner Weg auf einer Art Holzbrücke zwischen den Bäumen und Wasser führte uns entlang des Balcombe Creeks, vorbei an diversen Land- und Wasserpflanzen. Die Temperaturen ideal um im T-Shirt zu laufen. Nach unserer Rückkehr beendeten Fred und Heinz ihren in der Zwischenzeit eingeschalteten Mittagsschlaf für eine gemeinsame Jassrunde. Den Coiffeurjass sollten die Frauen gegen die Männer spielen, sprich: Fred und Heinz gegen Claire und mich. Ob das wohl eine gute Idee war? Das Endresultat nach 3 Runden Coiffeurjass war schon etwas niederschmetternd, da Claire und ich 3:0 gewonnen hatten. Wir wurden heute wieder mit einem Nachtessen wie die Fürsten verwöhnt. Vielen Dank an die Gastgeber Clara und Fred!
 Genial, wie wir verwöhnt werden!

Klara bei Füttern des Kokaburras

The Balcombe Estuary Reserves Natural Trail



 

Am 05.12. führte uns der Ausflug zum Schweizer Metzger «WALMAR» (http://walmas.com.au/) in Bayswater für den Grosseinkauf. Ich fühlte mich beinahe heimisch im lustigen Krämerladen, welcher Produkte vom Fleisch über Käse bis zu Kerzen im Sortiment anbot. Unser nächstes Ziel war ein nahegelegener Park fürs Picknick. Wie es bei den Schweizern Usus ist, verpflegten wir und um Punkt 12.00 Uhr mit Cervelats, Senf und Laugenbrötli auf der Picknickdecke mitten im Park. Die Frauen unternahmen durch den nahen Wald einen Kurzspaziergang, während es sich Heinz und Fred auf der Picknickdecke gemütlich machten und Herrengespräche führten. Unterwegs im National Rododendron Garden war leider bereits alles verblüht, weshalb sich unser Rundgang dort kurz hielt. Über eine über kurvige Strasse erreichten wir Oldinga für eine Trinkpause. Im nahegelegenen Pub «Pig and Whistle» besorgten Heinz und ich ein australisches Bierglas fürs Bierglasmuseum. Der Herr hinter der Theke verstand die Welt nicht mehr, da wir nur ein Glas ohne Bier wollten. Er meinte, wir könnten das Glas schon haben, müssten aber ein Bier bezahlen. Bier wollten wir keins, kauften ihm das Glas dann für den Bierpreis von 10 Dollar ab. Durch einen übervollen Wald mit grossen Farn erreichten wir Belgrave. Als lokale Attraktion gilt dort der «Puffing Billy», ein nostalgischer Dampfzug, welcher Touristen von Belgrave nach Gembrook fährt.

«Die Puffing Billy Railway ist eine schmalspurige australische Museumsbahn in den Dandenongs bei Melbourne. Die Spurweite beträgt 762 mm. Den Personenwagenpark bilden vor allem 15 halboffene Wagen des Typ NBH, die zum Teil um 1920 eigens für die Strecke Upper Ferntree Gully–Gembrook gebaut wurden.»

Zu unserem Glück erreichte der Zug gleichzeitig wie wir Emerald Station, in der Nähe des lokalen Sees. Nach einem kurzen Fotoshooting führte uns Fred zurück in Richtung Mt. Martha, indem er einen Abstecher zu seinem Sohn Rodney und Familie (Melinda und deren 2 Töchter) machte, um einen Teil des Einkaufs beim Metzger vorbeizubringen. Auf der Tour durchfuhren wir die nahegelegenen Quartiere mit deren schönen Vorgärten. Zurück im Haus wurde Heinz zum Hilfsgärtner auserkoren und tränkte den Gemüsegarten, während Fred das Gemüse fürs Nachtessen pflückte. Wunderbare Fleischspiesse, Rettich- und Tomatensalat wurden uns aufgetischt. Mit einem Eile mit Weile, was wirklich lange dauerte, und einem Schieber beendeten wir unseren Spielabend. Fred gewann zum Glück das Eile mit Weile, beim Schieber war der Sieg bei Heinz und Claire, womit sich nun alle einmal in der Gewinnerposition befanden.







 Puffing Billy Railway





Einen der heissesten Tage hatten wir am 06.12. für unsere Stadtbesichtigung in Melbourne erwischt. Im Parkhaus des Casinos parkierte Fred und waren wir bereits in Zentrumsnähe, wo wir in das City Circle Tram Nr. 35 einstiegen.
«Das City Circle Tram, beziehungsweise Line 35, ist eine spezielle Linie der Straßenbahn Melbourne, die das Zentrum der City von Melbourne, umrundet, den sogenannten Central Business district; die Beförderung ist kostenfrei.»
Beim Bahnhof Flinders Street stiegen wir aus, um uns ein Bild vom Geschichtsträchtigen Ort zu machen.
«Der erste Bahnhof an dieser Stelle wurde Melbourne Terminus genannt. Er gehörte zur ersten dampfbetriebenen Eisenbahn Australiens und wurde zusammen mit der Eisenbahnstrecke Melbourne–Sandrige (heute: Port Melbourne) am 12. September 1854 eingeweiht. Die Empfangsanlagen bestanden zunächst aus einigen Wellblechhütten und es gab einen einzigen, 30 Meter langen Bahnsteig. Erst 1877 folgte ein zweiter, in den 1890er Jahren ein dritter Bahnsteig.»

Vorbei an vielen Weihnachtsdekorationen schlenderten wir durch die Gassen. Beim Geschäftshaus Myers blieben wir, wie so viele andere, vor den Weihnachtsfesten mit sich bewegenden Bildern und gesprochenen Geschichten stehen. Eine Gasse mit wohl bekannten Graffitis konnte mich weniger begeistern. Diverse kleine Restaurants luden in den Seitengassen zur Einkehr ein, wo wir unseren Flüssigkeitsspeicher dann auch auffüllten. Zurück im Tram fuhren wir weiter bis in die Nähe der Markthalle, welche wir wiederum zu Fuss erreichten. Leider waren wir zu spät dort, der Markt war schon zu Ende und überall waren die Eigner am zusammenpacken und reinigen. Das Tram fuhr auf seiner Rundreise via die Docklands zurück zu unserem Ausgangspunkt Nahe des Casinos. Ein Rundgang durchs Casino musste dann schon noch sein. Bei den vielen Apparaten und Spieltischen und der Grösse dieses Casinos, hat wohl fast niemand den Überblick. Erstaunlich wie viele Leute sich mitten im Nachmittag bei schönstem Wetter und Aussentemperaturen von 34 Grad hier aufhielten. Ohne zu spielen verliessen wir die Räumlichkeiten, um nach Mt. Martha zurückzufahren. Clara erwartete uns mit frisch zubereiteten Salaten, welche zum Steak hervorragend schmeckten. Die Abkühlung nach dem Essen im Pool war sensationell um danach gut schlafen zu können.














Nun ist es so weit….!  Heinz startet heute 07.12. seine Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag. Wir freuten uns schon länger auf den für heute geplanten Z’mittag. Fred musste leider passen, da es ihm heute Morgen überhaupt nicht wohl war. So chauffierte uns Clara zuerst zu einer Vinery für eine Degustation vor dem Mittagessen. Heinz fand dort einen süsslichen Rosé für seine Sammlung. Clara wollte uns noch eine andere Vinery zeigen, welche offenbar einen schönen Garten zum Betrachten bietet. Vor jenem Tor erklärte uns ein Angestellter, dass mit dem Wasser etwas nicht stimme und deshalb die Vinery geschlossen sei.  Also ging es direkt zum Mittagessen weiter. Im Restaurant «le bouchon» in Balnarring hatten Fred und Clara bereits reserviert. Das französische Restaurant war zur Mittagszeit bis auf den letzten Tisch besetzt. Angesichts der heissen Temperaturen, welche heute bis auf rund 38 Grad anstiegen, empfanden wir das Essen im klimatisierten Restaurant als sehr angenehm. Wir assen hervorragend und Heinz kam mit Tartar und Rindsfilet fleischmässig auf seine Kosten. Vielen Dank für den super Zmittag, welchen wir in der gemütlichen 4er Runde geniessen durften. Damit wir etwas von der Gegend sahen, führte uns Clara auf Umwegen zurück nach Mt. Martha. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir je nach Bedürfnis zu Hause mit schlafen, lesen oder baden. Ein spontaner Kurzbesuch von Fred Hoffmann brachte unsere Herren wieder an den Tisch. Zum Nachtessen hatten wir Gesellschaft von Rodney, Melinda und deren Kinder Leila und Jamie. Die beiden Mädchen hatten Spass mit mir im Pool und später bei der Präsentation des Geburtstagskuchen für Heinz. Nach diesem anstrengenden Tag mit viel essen und dem «80-ig» auf dem Buckel musste Heinz das Beantworten aller Glückwünsche auf den nächsten Tag verschieben.
 80 Jahre Heinz








Rodney mit Melinda, Leila und Jamie


Mit einem gemütlichen Frühstück starteten wir am 08.12. in den Tag. Heinz hatte mit dem Beantworten seiner Glückwünsche noch einiges an Büroarbeit zu erledigen. Danach unternahmen wir einen Spaziergang im Hafen von Mt. Martha über den Marina Boardwalk. Es war erstaunlich, wie viele Schiffe im langgezogenen und verwinkelten Hafen Platz fanden. Entlang des Boardwalks waren ebenso viele Häuser zu sehen, welche der eine oder andere Schiffseigener als Ferienhaus nutzt. Zurück in Mt. Martha nutzen wir die restliche Zeit mit packen, lesen und unterhalten, denn schliesslich war es unser letzter Abend bei Fred und Clara. Zum Abschied servierte uns Clara heissen Fleischkäse, Kartoffel- und Gurkensalat und zum Dessert frische Erdbeeren.
Zwei Kokaburras sind tägliche Gäste und werden von Clara gefüttert.